• k41
  • k21
  • k31
                         Taiji&Tee



Eine kleine Gruppe innerhalb des Taikyoku Karate e.V. trifft sich regelmäßig am Montag in der großen Turnhalle in Hoppegarten an der Lenne Oberschule und bewegt dort Taijiquan.

Zu Beginn treten wir in die Ruhe ein und bewegen dabei Übungen aus dem QigongMuskelspannungen lösen, Längenimpulse setzen und gedanklich Gelenke verbinden sind Ideen, die wir durch Übungen wie  die Baduanjin (8 Brokate) und des stillen Qigong wie z.B. Zhanzuang (Standübungen) umsetzen. Im Taijiquan bewegen wir die 24er Form (Pekingform) und die 88er Form (Langform). Diese Formen beziehen sich auf das Taijiquan der Yang-Familie. Des weiteren bewegen wir Übungen mit dem chinesischen Schwert (Jian). Und dazu die 42er Form.

Wir bewegen Taijiquan als Kampfkunst und dadurch auch zur Gesunderhaltung. Es gibt Übungen zur Entwicklung der Körperstruktur. Mit einem Partner erfahren wir, wie der Körper ausgerichtet werden muss. Diese Partnerübungen (Tuishou) dienen dazu, die Prinzipien der Kampfkunst an praktischen Beispielen zu verdeutlichen. Dabei gehen wir immer achtsam miteinander um, damit alle die Möglichkeit haben, etwas zu erfahren.

Unsere Trainer sind Katrin Aldus, Peter Uhle und für die Seminare Sensei V. Liska und Jirka Vanacek.

Als Höhepunkte des Jahres möchten wir das Taijiquan - Wochenendseminar in Hönow (meist im Mai) und die Trainingseinheiten wärend der Karate - Trainingslager erwähnen.


Es wäre schön, wenn noch mehr unser Taijiquan entdecken würden, damit wir uns in einer größeren Gruppe bewegen könnten.

Warum ich mich für Taijiquan interessiere?

Voll und Leer, oder die Gewichtsverteilung.


Trainingszeiten:

Tag Trainingszeit Trainingsort / Dojo Trainer
       
Montag 20.00 - 21.30 Uhr

                                    Turnhalle 
                 der Peter Joseph Lennè Oberschule

Von – Canstein – Straße 2,
15366 Hoppegarten

Katrin Aldus
Peter Uhle
Sonntag nach Absprache
09.30 - 11.00 Uhr
TH "Gebrüder Grimm GS"
Kaulsdorfer Str. 15 -21
15366 Hoppegarten OT Hönow
Katrin Aldus
Peter Uhle

 

 

Taiji, wie wir es verstehen, ... 

... ist eine Möglichkeit, den eigenen Körper besser wahrzunehmen. Der erste Schritt dazu ist, überflüssige Muskelverspannungen abzubauen, die das Hineinhören in den eigenen Körper verhindern. Dazu gehört es auch, die Gedanken zu beruhigen und loszulassen.

 

Taiji ist, wie man am Symbol erkennen kann, ein Prinzip, in dem polare Gegensätze ( Jing und Yang ) verbunden werden. Damit sind solche Eigenschaften wie Gewicht ( voll und leer ), Struktur ( offen und geschlossen) oder Lokalität ( oben und unten, rechts und links sowie vorn und hinten) gemeint, die ständig wechseln und ineinander übergehen. Dabei gibt es keine Bewertung auf „gut“ oder „schlecht“, denn im Taiji versuchen wir uns wertefrei zu bewegen und alle äußeren Einflüsse anzunehmen und wiederstandsfrei durchzuleiten.

 

Diese Gegensätze bewegen sich auf kreisförmigen Bahnen um einen jeweiligen Mittelpunkt, den es zu entdecken und benutzen gilt. Der Körper verbindet sich über den Mittelpunkt mit der Erde auf der wir stehen. Alle Kräfte, die auf uns wirken werden durch die zentrale Mitte das Dantian in den Boden abgeleitet. Deshalb ist es wichtig, mit dem Boden verbunden zu sein, in dem wir uns das als „Verwurzelung“ vorstellen. Es gibt kein Abstoßen vom Boden. Wir verlagern unser Gewicht von einem Bein in das Andere.

 

Die Ausrichtung des Körpers ist in der Vorstellung des Hängens gut dargestellt. Der Körper fühlt sich an wie am Scheitel aufgehängt, so dass die Füße gerade den Boden berühren. Dadurch entsteht der geringste Druck auf die Gelenke und die Wirbelsäule, die selbst locker wie eine Perlenkette herabhängt.

 

Die Gelenke selbst sind weit und die entsprechenden Muskeln sind entspannt, auf eine Art, die die Struktur des Körpers aufrecht hält und keine Schlaffheit entstehen lässt.

 

Durch das Lösen der Muskeln von den Füßen bis zum Kopf entsteht ein Fluss, der die Bewegung antreibt. Alle Muskeln arbeiten fließend in die gleiche Richtung und nicht gegeneinander. Es ist der Gedanke, der mit dem Herz-Geist durch den Körper fließt und in Hände und Füße austritt. Die Gedanken treiben den Fluss - das Qi an, aber ohne Zwang, so dass keine Stauungen auftreten.

 

Die Gelenke sind miteinander verbunden. Die Peripherie bewegt sich um die Mittelachse, die in den Boden wirkt. Dabei entsteht eine spiralförmige Bewegung. Es gibt einen äußeren Radius, der nicht überschritten werden sollte, um die Verwurzelung nicht abzubrechen.

 

Die Form die wir im Taiji verwenden ( 24er Kurzform Yang ) verbindet die einzelnen Figuren, die die Prinzipien erklären, zu einer Abfolge, die wir mit wechselnden Anforderungen beobachten und gemeinsam, gleichzeitig, synchron bewegen. Wir können auf die Art  schnell oder langsam bewegen, bis hin zum Stehen in der Figur und so die Ausrichtung, das Sinken und Verwurzeln und damit die Balance verdeutlichen.

 

Qigong ist eine andere, mit eingreifende Möglichkeit, diesen inneren Fluss zu beobachten, um damit die korrekte Ausrichtung und Entspannung der Muskulatur zu erkennen. Wir bewegen oft Übungen aus dem Baduanjin ( 8 Brokate), dem Kranich aus „ dem Spiel der 5 Tiere und dem Zhanzuang  (Stehübungen ).

 

Übungen mit dem Schwert dienen dazu, die Wahrnehmung über die Hände hinaus zu erweitern, und bei der Bewegung mit einem Gewicht die Prinzipien des Taiji zu behalten. Die Klinge des Schwertes zeigt deutlich die Ausrichtung der Hand und des Armes bis in den Körper. Dadurch wird die Absicht der Bewegung deutlicher. Dazu gibt es eine Schwertform mit 42 Figuren im Yangstil, in der wir die verschiedensten Bewegungsrichtungen des Schwertes zusammenführen.

 

Sowohl in der Vorstellung der Hand-  als auch in der Waffenform sowie gerade in den Partnerübungen ist es das erste Ziel immer die Kraft des Anderen nur zu neutralisieren und abzuleiten. Erst das zweite Ziel ist es, den anderen aus seinem Gleichgewicht zu bringen. Sind wir immer gesunken, können wir auf uns wirkende Angriffe an uns vorbeileiten. Der Andere hilft uns in den Partnerübungen bei der Wahrnehmung der inneren Struktur. Es geht nicht vordergründig darum, den anderen zu besiegen. Durch das Entwurzeln erkennen wir für uns selbst, wo ein Prinzip des Taiji nicht korrekt angewendet wird. Die Partner gehen immer achtsam miteinander  um, ohne rohe Gewalt anzuwenden. Durch Absprache, hat jeder die Möglichkeit zu verdeutlichen, was ihm unangenehm oder noch nicht möglich ist.

 

Taijiquan als Kampfkunst verdeutlicht am besten, welche Übungen zur Gesunderhaltung des Körpers geeignet sind. Ohne Gesundheit gibt es keine Kampfkunst auf hohem Niveau. Deshalb ist es für uns das erste Ziel, die Gesundheit herzustellen und zu bewahren, und alle Übungen der Kampfkunst müssen sich diesem Ziel letztendlich unterordnen.







Login Form